{"id":3989,"date":"2023-10-27T01:47:09","date_gmt":"2023-10-26T23:47:09","guid":{"rendered":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral\/?p=3989"},"modified":"2025-10-15T04:35:11","modified_gmt":"2025-10-15T02:35:11","slug":"die-todesstrafe-im-iran-ein-mittel-zur-kontrolle-einer-unbezwingbaren-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral\/die-todesstrafe-im-iran-ein-mittel-zur-kontrolle-einer-unbezwingbaren-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Die Todesstrafe im Iran, ein Mittel zur Kontrolle einer unbezwingbaren Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-3989\" data-postid=\"3989\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-3989 themify_builder tf_clear\">\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_7we7787 tb_first tf_w\">\n                        <div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n                        <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_tnek788 first\">\n                            <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tf_w col_align_top tb_col_count_2 tb_47xl254\">\n                <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_al71255 first\">\n                    <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_ot02114   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p>Ein gruseliges Fl\u00fcstern ging durch die Luft, als er diese verst\u00f6renden Worte aussprach, die nur ich h\u00f6ren sollte. \u201eDenkst Du, dass diese Urteile der Justiz Gewicht haben? Wir k\u00fcmmern uns nicht um Urteile und Gerichtsentscheidungen. Wir vollstrecken nach unserem Ermessen, wann immer wir es f\u00fcr passend halten. Du kannst Jahre in der Todeszelle verbringen oder pl\u00f6tzlich nachts zum Tod bestellt werden. Das spielt keine Rolle. Wir nehmen Leben, wann wir es wollen\u2026\u201c<\/p><p>Das ist das grauenvolle Zeugnis eines fr\u00fcheren iranischen politischen Gefangenen und eines Gef\u00e4ngnisw\u00e4rters. Dieser Gefangene musste 12 lange Jahre in den Mauern von Evin, Gohardasht und dem Zentralgef\u00e4ngnis von T\u00e4bris in den tumultu\u00f6sen 2010er Jahren ausharren. Es ist ein vernichtendes Urteil des Regimes, das den traurigen Rekord mit der h\u00f6chsten Zahl staatlich gebilligter Hinrichtungen weltweit h\u00e4lt, \u00fcbertroffen nur von China mit seiner Bev\u00f6lkerung von 1,4 Milliarden.<\/p><p>Offizielle Daten, berichtet von Iran Human Rights Monitor, zeichnen ein d\u00fcsteres Bild von den von der Kleriker Diktatur beglaubigten Hinrichtungen mit 524 B\u00fcrgern bisher im Jahr 2023. Amnesty International brachte die Hinrichtung von mindestens 40 Frauen im Iran 2023 ans Licht. Es ist jedoch wesentlich, zu ber\u00fccksichtigen, dass diese Zahlen zu kurz greifen, weil das Regime seine t\u00f6dlichen Aktivit\u00e4ten verschleiert und es ablehnt, das volle Ausma\u00df seiner Ma\u00dfnahmen offenzulegen.<\/p><p>In seiner ganzen dunklen Geschichte hat das Kleriker Regime \u00f6ffentliche Hinrichtungen als Mittel daf\u00fcr benutzt, einer unzufriedenen Bev\u00f6lkerung Z\u00fcgel anzulegen. Seit den 1990er Jahren mit landesweiten und regionalen Aufst\u00e4nden besch\u00e4ftigt hat es die Todesstrafe als drohendes Abschreckungsmittel gehandhabt und damit eine gruselige Botschaft an die \u00d6ffentlichkeit gesendet, dass Verletzungen der Gesetze, die f\u00fcr die Mechanismen des Regimes zur Selbsterhaltung wesentlich sind, b\u00f6se, nicht wieder gut zu machende Konsequenzen nach sich ziehen.<\/p><p>Mitten in wirtschaftlichem Fehlverhalten, bei schwerer Diskriminierung und systematischer Unterdr\u00fcckung gibt es eine tragische Epidemie, die Millionen Iraner besonders in der Jugend befallen hat \u2013 die Plage der Rauschmittel. Der Konsum von Drogen macht nicht nur passiv, sondern beseitigt auch alle Bedrohungen aus der Herrschaft des Regimes und positioniert das Kleriker Regime als bedeutenden Mitwirkenden f\u00fcr die Verbreitung von Drogen in der Gesellschaft.<\/p><p>Der Iran bildet eine entscheidende Transit Route f\u00fcr Drogen, die aus Afghanistan und Pakistan kommen. Das Regime nutzt das, indem es das Corps der islamischen Revolutionsgarden und die von ihm abh\u00e4ngigen Milizen zum Durchschleusen von Rauschmitteln besch\u00e4ftigt und Profite einsammelt, um seiner angeschlagenen, stark sanktionierten Wirtschaft einen Ausgleich zu verschaffen. Es schockiert, dass Drogen f\u00fcr zahllose Menschen im Iran leichter zug\u00e4nglich sind als grundlegende Lebensmittel.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p><p>W\u00e4hrend gesch\u00e4tzt wird, dass die Zahl der Drogenabh\u00e4ngigen zwischen 3 und 6 Millionen liegen, bleibt das Regime schmallippig hinsichtlich offizieller Statistiken \u00fcber die aktuellsten Raten der Drogenabh\u00e4ngigkeit. Die Krise ist unbestreitbar tiefgehend, was das Ma\u00df der Verwendung von Opium und seinen Derivaten wie Heroin und Morphium im Iran anbetrifft.<\/p><p>Das IRGC nutzt systematisch die Flugh\u00e4fen und die Seeh\u00e4fen f\u00fcr das Schmuggeln von Tonnen von Rauschmitteln in die ganze Welt. Paradoxerweise organisiert das Regime einerseits diesen ruchlosen Handel, w\u00e4hrend andererseits einfache Leute, oft aus l\u00e4ndlichen Gegenden, beim Drogenschmuggel gefasst und dann zum Tode verurteilt werden. Dabei erhebt das Regime Tausende von Klagen im Zusammenhang mit Drogen und w\u00e4hlt dann genau aus, wann die Todesstrafe verh\u00e4ngt wird je nach den im Land vorherrschenden politischen Umst\u00e4nden.<\/p><p>Im Gefolge der landesweiten Erhebung von 2022, die den ganzen Iran erfasst hatte, hat das Regime zeitweise die Kette seine unabl\u00e4ssigen Hinrichtungen unterbrochen, eine makabre Routine, die die Nation im Griff hat. Als aber die Proteste einiges von ihrem anf\u00e4nglichen Auftrieb verloren hatten, lie\u00df das Regime keine Minute aus, um die grimmige Maschinerie staatlich sanktionierter T\u00f6tungen wieder anlaufen zu lassen, um die explosive Gesellschaft zu z\u00fcgeln.<\/p><p>Eine umfassende Begutachtung durch den Iranischen Widerstand zeigt eine schreckliche Zeitkurve. Die letzte Welle von Hinrichtungen, \u00fcber die berichtet wurde, fand am 6. und 7. September 2022 statt. Gerade einmal zehn Tage vor dem tragischen Tod von Mahsa Amini, der die ausgedehnten Unruhen ausl\u00f6ste. Danach erh\u00e4ngte das Regime Rashed Belutsch und Ishaq Askani, beides belutschische politische Gefangene am 8. November 2022 im Zentralgef\u00e4ngnis von Zahedan. Dieses schreckliche Muster setzte sich fort.<\/p><p>Vor diesem dunklen Hintergrund erwartete die Tausenden von politischen Gefangenen und Protestierenden, die bei dem Aufstand verhaftet wurden, ein grausames Schicksal. Ayoub Rigi fand sein Ende am 24. Dezember 2022 und Habib Chaab, der im November 2020 aus der T\u00fcrkei entf\u00fchrt worden war, wurde am 20. Februar 2023 hingerichtet. Hassan Abyat, der 11 qualvolle Jahre in Gefangenschaft und mit Folter verbrachte, war am gleichen schicksalhaften Tag Opfer der Hinrichtung, als die Proteste das ganze Land ersch\u00fctterten.<\/p><p>Am 18. M\u00e4rz 2023 meldete die Demokratische Partei Kurdistan die Hinrichtung eines kurdischen politischen Gefangenen aus Oshnavieh, vollstreckt von den Henkern des Regimes im Zentralgef\u00e4ngnis von Urmia. Das NWRI Sekretariat gab eine Erkl\u00e4rung ab, wonach zwischen 20. Februar und 17. M\u00e4rz 2023 \u00fcber 73 Hinrichtungen berichtet wurde, was den Umfang dieser r\u00fccksichtlosen Schl\u00e4chterei deutlich macht.<\/p><p>\u00d6ffentliche Bekanntmachungen werfen ein Licht auf das Leid einiger Protestierer, die sich der Hinrichtung gegen\u00fcber sahen. Mohsen Shekari (8. Dezember 2022), Madschidreza Rahnavard (12. Dezember 2022), Seyyed Mohammad Hosseini und Mohammad Mehdi Karami (7. Januar 2023) und Saleh Mirhashmi, Madschid Kazemi und Said Yaqoubi (19. Mai 2023) wurden alle Opfer der gnadenlosen Vendetta des Regimes.<\/p><p>Menschenrechtsorganisationen, namentlich Amnesty International, haben akribisch lange Listen von iranischen Protestierern und politischen Gefangenen zusammengestellt, die derzeit auf ihr finsteres Schicksal im Todestrakt warten m\u00fcssen. Der uners\u00e4ttliche Blutdurst des Regimes erweist sich auch als seine verletzbarste Stelle. Internationale Kampagnen verbunden mit \u00c4chtungen und Sanktionen gegen Amtstr\u00e4ger des Regimes haben Zweifel in den R\u00e4ngen, wo Entscheidungen gef\u00e4llt werden, ges\u00e4t.<\/p><p>Wenn sich die Welt nur \u00fcber hohle Worte und Gebete erheben w\u00fcrde, indem sie die fundamentalen Werte der Freiheit der Meinungs\u00e4u\u00dferung, des Glaubens und des Denkens zu bewahren trachtet, dann muss sie eine resolute Stellung beziehen. Diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen mit dem Iran m\u00fcssen von der bedingungslosen Beseitigung der Todesstrafe durch das Regime abh\u00e4ngig gemacht werden.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_15g6255 last\">\n                    <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_ty1l302 image-top   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Unknown-3.jpeg\" title=\"Die Todesstrafe im Iran, ein Mittel zur Kontrolle einer unbezwingbaren Gesellschaft\" alt=\"Die Todesstrafe im Iran, ein Mittel zur Kontrolle einer unbezwingbaren Gesellschaft\">    \n        <\/div>\n    <!-- \/image-wrap -->\n    \n        <\/div>\n<!-- \/module image -->        <\/div>\n                    <\/div>\n                <\/div>\n                        <\/div>\n        <\/div>\n        <\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein gruseliges Fl\u00fcstern ging durch die Luft, als er diese verst\u00f6renden Worte aussprach, die nur ich h\u00f6ren sollte. \u201eDenkst Du, dass diese Urteile der Justiz Gewicht haben? 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Wir nehmen Leben, wann wir es wollen\u2026\u201c<\/p><p>Das ist das grauenvolle Zeugnis eines fr\u00fcheren iranischen politischen Gefangenen und eines Gef\u00e4ngnisw\u00e4rters. Dieser Gefangene musste 12 lange Jahre in den Mauern von Evin, Gohardasht und dem Zentralgef\u00e4ngnis von T\u00e4bris in den tumultu\u00f6sen 2010er Jahren ausharren. Es ist ein vernichtendes Urteil des Regimes, das den traurigen Rekord mit der h\u00f6chsten Zahl staatlich gebilligter Hinrichtungen weltweit h\u00e4lt, \u00fcbertroffen nur von China mit seiner Bev\u00f6lkerung von 1,4 Milliarden.<\/p><p>Offizielle Daten, berichtet von Iran Human Rights Monitor, zeichnen ein d\u00fcsteres Bild von den von der Kleriker Diktatur beglaubigten Hinrichtungen mit 524 B\u00fcrgern bisher im Jahr 2023. Amnesty International brachte die Hinrichtung von mindestens 40 Frauen im Iran 2023 ans Licht. Es ist jedoch wesentlich, zu ber\u00fccksichtigen, dass diese Zahlen zu kurz greifen, weil das Regime seine t\u00f6dlichen Aktivit\u00e4ten verschleiert und es ablehnt, das volle Ausma\u00df seiner Ma\u00dfnahmen offenzulegen.<\/p><p>In seiner ganzen dunklen Geschichte hat das Kleriker Regime \u00f6ffentliche Hinrichtungen als Mittel daf\u00fcr benutzt, einer unzufriedenen Bev\u00f6lkerung Z\u00fcgel anzulegen. Seit den 1990er Jahren mit landesweiten und regionalen Aufst\u00e4nden besch\u00e4ftigt hat es die Todesstrafe als drohendes Abschreckungsmittel gehandhabt und damit eine gruselige Botschaft an die \u00d6ffentlichkeit gesendet, dass Verletzungen der Gesetze, die f\u00fcr die Mechanismen des Regimes zur Selbsterhaltung wesentlich sind, b\u00f6se, nicht wieder gut zu machende Konsequenzen nach sich ziehen.<\/p><p>Mitten in wirtschaftlichem Fehlverhalten, bei schwerer Diskriminierung und systematischer Unterdr\u00fcckung gibt es eine tragische Epidemie, die Millionen Iraner besonders in der Jugend befallen hat \u2013 die Plage der Rauschmittel. Der Konsum von Drogen macht nicht nur passiv, sondern beseitigt auch alle Bedrohungen aus der Herrschaft des Regimes und positioniert das Kleriker Regime als bedeutenden Mitwirkenden f\u00fcr die Verbreitung von Drogen in der Gesellschaft.<\/p><p>Der Iran bildet eine entscheidende Transit Route f\u00fcr Drogen, die aus Afghanistan und Pakistan kommen. Das Regime nutzt das, indem es das Corps der islamischen Revolutionsgarden und die von ihm abh\u00e4ngigen Milizen zum Durchschleusen von Rauschmitteln besch\u00e4ftigt und Profite einsammelt, um seiner angeschlagenen, stark sanktionierten Wirtschaft einen Ausgleich zu verschaffen. Es schockiert, dass Drogen f\u00fcr zahllose Menschen im Iran leichter zug\u00e4nglich sind als grundlegende Lebensmittel.\u00a0<\/p><p>W\u00e4hrend gesch\u00e4tzt wird, dass die Zahl der Drogenabh\u00e4ngigen zwischen 3 und 6 Millionen liegen, bleibt das Regime schmallippig hinsichtlich offizieller Statistiken \u00fcber die aktuellsten Raten der Drogenabh\u00e4ngigkeit. Die Krise ist unbestreitbar tiefgehend, was das Ma\u00df der Verwendung von Opium und seinen Derivaten wie Heroin und Morphium im Iran anbetrifft.<\/p><p>Das IRGC nutzt systematisch die Flugh\u00e4fen und die Seeh\u00e4fen f\u00fcr das Schmuggeln von Tonnen von Rauschmitteln in die ganze Welt. Paradoxerweise organisiert das Regime einerseits diesen ruchlosen Handel, w\u00e4hrend andererseits einfache Leute, oft aus l\u00e4ndlichen Gegenden, beim Drogenschmuggel gefasst und dann zum Tode verurteilt werden. Dabei erhebt das Regime Tausende von Klagen im Zusammenhang mit Drogen und w\u00e4hlt dann genau aus, wann die Todesstrafe verh\u00e4ngt wird je nach den im Land vorherrschenden politischen Umst\u00e4nden.<\/p><p>Im Gefolge der landesweiten Erhebung von 2022, die den ganzen Iran erfasst hatte, hat das Regime zeitweise die Kette seine unabl\u00e4ssigen Hinrichtungen unterbrochen, eine makabre Routine, die die Nation im Griff hat. Als aber die Proteste einiges von ihrem anf\u00e4nglichen Auftrieb verloren hatten, lie\u00df das Regime keine Minute aus, um die grimmige Maschinerie staatlich sanktionierter T\u00f6tungen wieder anlaufen zu lassen, um die explosive Gesellschaft zu z\u00fcgeln.<\/p><p>Eine umfassende Begutachtung durch den Iranischen Widerstand zeigt eine schreckliche Zeitkurve. Die letzte Welle von Hinrichtungen, \u00fcber die berichtet wurde, fand am 6. und 7. September 2022 statt. Gerade einmal zehn Tage vor dem tragischen Tod von Mahsa Amini, der die ausgedehnten Unruhen ausl\u00f6ste. Danach erh\u00e4ngte das Regime Rashed Belutsch und Ishaq Askani, beides belutschische politische Gefangene am 8. November 2022 im Zentralgef\u00e4ngnis von Zahedan. Dieses schreckliche Muster setzte sich fort.<\/p><p>Vor diesem dunklen Hintergrund erwartete die Tausenden von politischen Gefangenen und Protestierenden, die bei dem Aufstand verhaftet wurden, ein grausames Schicksal. Ayoub Rigi fand sein Ende am 24. Dezember 2022 und Habib Chaab, der im November 2020 aus der T\u00fcrkei entf\u00fchrt worden war, wurde am 20. Februar 2023 hingerichtet. Hassan Abyat, der 11 qualvolle Jahre in Gefangenschaft und mit Folter verbrachte, war am gleichen schicksalhaften Tag Opfer der Hinrichtung, als die Proteste das ganze Land ersch\u00fctterten.<\/p><p>Am 18. M\u00e4rz 2023 meldete die Demokratische Partei Kurdistan die Hinrichtung eines kurdischen politischen Gefangenen aus Oshnavieh, vollstreckt von den Henkern des Regimes im Zentralgef\u00e4ngnis von Urmia. Das NWRI Sekretariat gab eine Erkl\u00e4rung ab, wonach zwischen 20. Februar und 17. M\u00e4rz 2023 \u00fcber 73 Hinrichtungen berichtet wurde, was den Umfang dieser r\u00fccksichtlosen Schl\u00e4chterei deutlich macht.<\/p><p>\u00d6ffentliche Bekanntmachungen werfen ein Licht auf das Leid einiger Protestierer, die sich der Hinrichtung gegen\u00fcber sahen. Mohsen Shekari (8. Dezember 2022), Madschidreza Rahnavard (12. Dezember 2022), Seyyed Mohammad Hosseini und Mohammad Mehdi Karami (7. Januar 2023) und Saleh Mirhashmi, Madschid Kazemi und Said Yaqoubi (19. Mai 2023) wurden alle Opfer der gnadenlosen Vendetta des Regimes.<\/p><p>Menschenrechtsorganisationen, namentlich Amnesty International, haben akribisch lange Listen von iranischen Protestierern und politischen Gefangenen zusammengestellt, die derzeit auf ihr finsteres Schicksal im Todestrakt warten m\u00fcssen. Der uners\u00e4ttliche Blutdurst des Regimes erweist sich auch als seine verletzbarste Stelle. Internationale Kampagnen verbunden mit \u00c4chtungen und Sanktionen gegen Amtstr\u00e4ger des Regimes haben Zweifel in den R\u00e4ngen, wo Entscheidungen gef\u00e4llt werden, ges\u00e4t.<\/p><p>Wenn sich die Welt nur \u00fcber hohle Worte und Gebete erheben w\u00fcrde, indem sie die fundamentalen Werte der Freiheit der Meinungs\u00e4u\u00dferung, des Glaubens und des Denkens zu bewahren trachtet, dann muss sie eine resolute Stellung beziehen. 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