{"id":4011,"date":"2023-11-09T03:51:45","date_gmt":"2023-11-09T02:51:45","guid":{"rendered":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/?p=4011"},"modified":"2025-10-16T09:27:19","modified_gmt":"2025-10-16T07:27:19","slug":"un-experten-verurteilen-die-neue-angriffswelle-gegen-maedchen-und-frauen-im-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/un-experten-verurteilen-die-neue-angriffswelle-gegen-maedchen-und-frauen-im-iran\/","title":{"rendered":"UN-Experten verurteilen die neue Angriffswelle gegen M\u00e4dchen und Frauen im Iran"},"content":{"rendered":"\n<!--themify_builder_static--><p>Der Tod der 16-j\u00e4hrigen Armita Geravand hat weltweit Trauer und Best\u00fcrzung ausgel\u00f6st. Die Teheraner Sch\u00fclerin ist ein weiteres Opfer des frauenfeindlichen Regimes im Iran. UNO-Menschenrechtsexperten fordern ein Ende der Politik und Praxis im Iran, die auf v\u00f6llige Straflosigkeit f\u00fcr geschlechtsspezifische Verfolgungen von Frauen und M\u00e4dchen hinausl\u00e4uft.<\/p> <p><em>Armita Geravand ist am 28. Oktober in einem Teheraner Krankenhaus gestorben. Sie war Anfang Oktober ins Koma gefallen, nachdem sie von der sog. \u201eSittenpolizei\u201c des Regimes t\u00e4tlich angegriffen worden war.<\/em><\/p> <p>Mehrere Menschenrechtsexperten der UNO haben sich am 2. November schockiert \u00fcber den Tod von Armita Geravand ge\u00e4u\u00dfert und eine unabh\u00e4ngige, zeitnahe und unparteiische Untersuchung ihres Todes gefordert.<\/p> <p>\u201eFrauen und M\u00e4dchen sollten nicht daf\u00fcr bestraft werden, dass sie ein bestimmtes Kleidungsst\u00fcck tragen oder nicht tragen, und schon gar nicht dem Risiko ausgesetzt sein, daf\u00fcr ihr Leben zu verlieren\u201c, so die Experten.<\/p> <p>Bei den Experten (im Bild v.l.n.r.) handelt es sich u.a. um:<\/p> <ul> <li>Javaid Rehman, UN-Sonderberichterstatter f\u00fcr die Menschenrechtslage im Iran<\/li> <li>Reem Alsalem, UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen<\/li> <li>Morris Tidball-Binz, UN-Sonderberichterstatter zu au\u00dfergesetzlichen, summarischen und willk\u00fcrlichen Hinrichtungen<\/li> <\/ul> <p>Die Menschenrechtsexperten forderten ein Ende der \u201eanhaltenden Politik und Praxis im Iran, die auf v\u00f6llige Straflosigkeit f\u00fcr geschlechtsspezifische Verfolgungen von Frauen und M\u00e4dchen hinausl\u00e4uft.\u201c Sie bekr\u00e4ftigten ihre Besorgnis \u00fcber die Anwendung exzessiver und rechtswidriger Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen, die sich nicht an die aufgezwungene Kleiderordnung halten. Die Verschleierungsvorschriften des iranischen Regimes seien mit den Grunds\u00e4tzen der Geschlechtergleichheit und anderen Grundfreiheiten unvereinbar.<\/p> <p>\u201eWir sind best\u00fcrzt \u00fcber die Parallelen zwischen den Umst\u00e4nden des Todes von Jina Mahsa Amini und neueren Todesf\u00e4llen\u201c, erkl\u00e4rten die Experten. Es sei besorgniserregend, dass im Iran keine unabh\u00e4ngigen Untersuchungen zur T\u00f6tung von Frauen und M\u00e4dchen w\u00e4hrend der landesweiten Proteste im Herbst 2022 durchgef\u00fchrt wurden.<\/p> <p>Die Experten wiesen auf die Zunahme von Repressalien gegen Frauen hin, die sich weigerten, die vorgeschriebene Kleiderordnung einzuhalten. Es h\u00e4uften sich \u201eBerichte \u00fcber Frauen, denen wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen die Kleiderordnung rechtliche Schritte drohten. Einige haben ihren Job verloren oder wurden zu Gef\u00e4ngnisstrafen verurteilt, w\u00e4hrend andere zu Zwangsarbeit verurteilt wurden.\u201c<\/p> <p>Die Experten forderten die Aufhebung der bestehenden geschlechterdiskriminierenden Gesetze im Iran, einschlie\u00dflich der Vorschriften zur Kleiderordnung. Alle Vorschriften und Verfahren, durch die die Kleidung oder das Verhalten von Frauen im \u00f6ffentlichen oder privaten Leben von staatlichen Beh\u00f6rden \u00fcberwacht oder kontrolliert werden, m\u00fcssten abgeschafft werden.<\/p>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1123-un-experten-400.jpg\"><!--\/themify_builder_static-->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":8176,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"give_campaign_id":0,"footnotes":""},"categories":[66,67,68],"tags":[],"class_list":["post-4011","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-internationales","category-menschenrechtsarbeit","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4011"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4011\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8178,"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4011\/revisions\/8178"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8176"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rechtaufleben.org\/ral1\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}